Von (Computer-)Mäusen und Menschen: Warum die konventionelle Schlitz- und Durchbruchsplanung ausgedient hat
- Benjamin Bauer

- 27. Mai
- 4 Min. Lesezeit
Wer Schlitze und Durchbrüche im Jahr 2026 noch konventionell plant, fühlt sich vielleicht wie der Outlaw Jesse James — ist aber doch in den meisten Fällen eher der letzte Mohikaner. Ein Plädoyer für den Fortschritt.

Dieser Artikel wurde von einem Menschen geschrieben
"Letzte Woche war die Straße hier noch nicht gesperrt", denken Sie und schauen sich hilfesuchend nach einer Alternativroute um. Hinter Ihnen werden die anderen Autofahrer schon unruhig, der erste hupt, dann folgen weitere. Nun schnell eine Entscheidung treffen: rechts oder links abbiegen?
In diesem Moment denken Sie an den Frühstückstisch — denn dort liegt das Navi, das Sie heute Morgen mit einem abwertenden Blick bedacht und dann liegen gelassen haben. "Ich kenne doch die Strecke", das waren Ihre Gedanken. Mit einer Sperrung haben Sie nicht gerechnet.
Da wird es Ihnen glasklar: Ein Navi hilft nicht beim Finden einer Route, die man eh schon kennt. Ein Navi reagiert in Echtzeit auf Hindernisse und Unerwartetes — und hilft Ihnen schnell, Alternativen zu finden und an Ihr Ziel zu kommen. In der BIM-Welt funktioniert das ähnlich.
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Mit BIM aus der Sackgasse: Ein Werkzeug, das sich lohnt
Stecken Sie in der Schlitz- und Durchbruchsplanung und ein TGA-Element hat sich geändert, wünschen Sie sich vielleicht auch eine Art "Schlitz- und Durchbruchs-Navi", das auf Änderungen in Echtzeit reagiert, Ihnen Wege aus der Sackgasse zeigt. Die gute Nachricht: Dieses Werkzeug gibt es. Sie müssen nur lernen, es zu benutzen. (Spoiler: Es lohnt sich.)
Wenn Sie bei der Schlitz- und Durchbruchsplanung einem BIM-Workflow folgen, arbeiten Sie mit 3D-Modellen der TGA, Architektur und Tragwerksplanung und sehen sofort, wenn beispielsweise die Position eines Lüftungskanals geändert wurde. Außerdem erfassen Sie auf einen Blick, wer die Änderungen vorgenommen hat, wann und auch warum. Lage, Abmessung, Fugenmaß, Form, Status, übertragene Parameter — alles wird automatisch protokolliert. Haftungs- und Dokumentationssicherheit, anyone? Doch es geht noch weiter.
Schlitz- und Durchbruchsplanung mit BIM — ganz ohne Papier
Wann haben Sie zuletzt diesen Satz gehört: "Als ich vor kurzem mal wieder zur Bank ging, um meine monatliche Miete zu überweisen, ist mir was Witziges passiert." Richtig: Im Jahr 2026 erfreuen wir uns automatisierter Annehmlichkeiten wie etwa einem automatischen Dauerauftrag, damit wir nicht einen halben Tag damit zubringen, Papierzettel zur Bank zu tragen.

In der Schlitz- und Durchbruchsplanung mit BIM helfen automatisierte Prozesse ebenfalls: Statt Durchbrüche manuell nachzuziehen, werden sie kollisionsbasiert aus dem realen Konflikt zwischen Bauteil und Leitung erzeugt — und zwar automatisch. Ändert die TGA ihre Trassenführung, lassen sich die Filterregeln erneut ausführen und die Durchbrüche passen sich an. Magie? Nein, nur Software. Doch diese sorgt dafür, dass die typische Fehlerquelle "statisch gesetzter Durchbruch kollidiert mit geänderter Technik" der konventionellen Schlitz- und Durchbruchsplanung bald ebenso der Vergangenheit angehört wie Überweisungsträger aus Papier.
Schlitz- und Durchbruchsplanung: OpenBIM ist kein Problem
Niemand ist eine Insel — und analog zu unserem täglichen Leben, in dem wir mit vielen anderen interagieren, müssen in der Schlitz- und Durchbruchsplanung irgendwann die platzierten, geänderten und verschnittenen Durchbrüche zwischen TGA, Architektur und Tragwerk abgestimmt werden.
In der konventionellen Schlitz- und Durchbruchsplanung verarbeiten Sie dazu 2D-Pläne und nehmen manuelle Markierungen vor, die Pläne wandern zwischen den Projektpartnern hin und her. Dabei rutscht manche Änderung durch und auf der Baustelle muss dann oft unter Zeitdruck zusätzlich Beton gestemmt werden, um Platz für den geänderten Rohrlauf zu machen. Das verursacht zusätzliche Kosten - und wäre mit BIM nicht passiert. Dort sehen Sie Änderungen in Echtzeit.
Die Abstimmung in BIM läuft modellbasiert über Status, IFC- und BCF-Dateien. Ein großes Plus dabei: Wenn die Projektbeteilgten unterschiedliche Software zum Austausch nutzen, ist das kein Problem.
Was hat das alles mit ConVoid zu tun?
ConVoid wurde entwickelt, um die Schlitz- und Durchbruchsplanung per BIM im 21. Jahrhundert zu verorten und auf ein neues Level zu heben. Nachvollziehbarkeit bei Änderungen, erleichterte Koordination bei der Freigabe, Austausch zwischen verschiedensten Plattformen und Beteiligten — vor allem dafür wurde speziell der ConVoid Manager stand-alone entwickelt.
Im Manager zeigt ein Farbfilter den Stand jeder Aussparung auf einen Blick, ein Änderungsprotokoll pro Durchbruch gibt Aufschluss darüber, welche Änderungen vorgenommen wurden und per Excel-Export lassen sich sämtliche Parameter samt Änderungsverlauf für die Dokumentation ausgeben. Für die Koordination übernimmt die Funktion „Freigabe synchronisieren" Statusänderungen automatisch, statt sie einzeln per Klick zu setzen.
Zukunft ohne Ausreden: Die BIM-Party steigt
The Future is for Everyone — und das völlig unabhängig davon, mit welcher Software Sie arbeiten. Der ConVoid Manager stand-alone ermöglicht einen Austausch rein auf Basis von IFC und BCF, auf macOS und Windows. Sie müssen also schon einen anderen Grund (er)finden, warum Sie nicht zur BIM-Party kommen.

Sollten Sie sich immer noch wie der Outlaw Jesse James fühlen, hier ein Reality-Check: Männer wie Jesse James gibt es heutzutage — zum Glück — nur noch selten. Und es beschwert sich auch niemand, dass wir nicht mehr jeden Monat mit Papier-Überweisungen auf die Bank laufen müssen. Sicher, wer Neues lernen will, muss eine bestimmte Lernkurve in Kauf nehmen. Aber auch Fahrradfahren mussten wir einmal von Grund auf lernen. Und das hat sich doch auch gelohnt, oder?
Wer schon Fahrrad fahren kann, möchte vielleicht in diesem Video etwas über "Austausch und Freigabe mit ConVoid" lernen.




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